Autor: BeardedMan

Uns allen kommt es so vor als hätten wir nun eine schöne lange Erholungspause verdient. Aber das Gegenteil ist leider der Fall. Wir träumen von heißen Duschen, Badewannen, Wärme und Essen und Annehmlichkeiten, aber ersteinmal müssen wir wieder absteigen. Der Abstieg ist zwar einfacher als der Aufstieg, aber um 6.30 Uhr bei Schnee und Regen nicht angenehm und nicht einfach. Daher gibt es auch nicht viele Bilder. Den gestrigen Tag noch in den Knochen, erreichen wir nach 4,5 Stunden Pheriche auf 4.371 m Höhe, was uns schon wie richtige Zivilisation vorkommt. Das Dorf ist einfach nur umringt von wunderschönen Bergen,…

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Nach einer harten Nacht – wegen der Höhe kann man einfach nicht schlafen, auch wenn man total müde ist – denke das liegt am höheren Puls. Die Kälte kommt dann auch noch dazu. Daher sind es seit Tagen immer nur ein paar Stunden Schlaf. Leider sind jetzt auch noch ein paar Magenprobleme dazu gekommen 🙁 Nicht so schlimm, aber in der aktuellen Situation nicht zu gebrauchen. Zu allem Übel hat es auch noch die ganze Nacht geschneit. Aber alle sind hoch motiviert, jetzt wo wir so nahe dran sind. Nah ist aber auch relativ. Wir müssen von Lobuche nach Gorakshep…

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Nach einer guten Nacht, was wohl auch daran lag, dass es etwas wärmer geworden ist, liegt die Sauerstoffsättigung bei 86 %. Da hat sich das Training gestern doch gelohnt. Den anderen aus der Gruppe geht es nicht so gut. Eveline hat einen Infekt und nimmt Antibiotika. Nils hat weiterhin etwas Kopf und Kim hat Magenprobleme, Kopfschmerzen und fühlt sich nicht gut. Außer mit nehmen alle mittlerweile Diamox, was ein Medikament gegen die Höhenkrankheit ist und auch schon prophylaktisch genommen werden kann. Es wirkt durch eine Stimulierung des Atemzentrums, so dass öfter und tiefer eingeatmet wird. Dadurch steigt dann auch die…

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Max kommt nicht mehr, er hat sich entschieden abzusteigen. Da er sich sehr unwohl fühlt, reitet er mit einem Esel nach Namche zurück und nimmt von dort einen Heli nach Kathmandu. Allerdings ist gestern ein Helicopter in Namche wegen den Wetterverhältnissen bei der Ladung umgestürzt. Es wurde aber glücklicherweise niemand verletzt. Daher dauert es aber etwas bis wieder welche starten werden. Hier ist das Wetter soweit gut, etwas Schneefall und Nebel aber ruhig. Die Yaks stehen in ihrer steinernen Ummauerung und harren der Dinge. Der Rest der Gruppe macht heute wegen dem Nebel und der Anstrengung einen Restday. Nils und…

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Der Nebel hat sich am Morgen in Schnee verwandelt. Im Essensraum sitzen alle in Daunenjacke und Daunenhose (bin froh, das ich mir auch noch eine gekauft hab) und warten bis der Ofen angeschürt wird. Dann breitet sich aber eine gemütliche Atmosphäre aus. Aus meiner Gruppe geht es Max aber leider nicht gut. Er hat keinen Appetit und seine Sauerstoffsättigung ist auf 80 % gefallen… Symptome für eine beginnende Höhenkrankheit. 80 % ist gerade noch in Ordnung, aber drunter sollte sie nicht fallen und unter 70 % wird es kritisch. Aber er ist tapfer und will weitergehen. Dick eingepackt geht es also…

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Train high – sleep low hat sich gelohnt, Sauerstoffsättigung ist um 4 Punkte auf 95 % gestiegen. Beste Voraussetzungen um ein paar Höhenmeter zu überwinden. Aber zuerst decken wir uns noch mit Spikes ein, da die Wettervorraussagungen wechselhaft sind. Zum Glück gibt’s in Namche wirklich alles. Danach geht’s los und auch wenn das Wetter etwas bewölkter als die Tage zuvor war ist es schön. 1 Stunde geht es recht eben dahin. Gegen Mittags kommen wir dann in ein kleines Dorf um Rast zu machen. An den Hauswänden der einfacheren Häusern werden Yakfladen zum trocknen „aufgehängt“. Diese dienen dann später als…

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Heute also der Rest-/Akklimatisierungstag. Die Muskeln müssen sich ja etwas erholen und der Körper and die dünnere Luft anpassen. Das heißt ganz gemütlich um 7.30 aufstehen und frühstücken…Dann um 8 Uhr startet die Erholungswanderung! Was?? Ja genau am Erholungstag nur eine „kleine“ Rundwanderung mit 420 Hm nach Syangboche und zurück…train high – sleep low, ist besonders gut, um sich anzupassen. Es wird auch schon fleißig Blutsauerstoffsättigung verglichen und bei manchen ist diese von 99% schon auf 84% gefallen. Ich bin mit 91% noch top dabei, aber es geht ja noch höher, also rein in die Bergstiefel. Es ist kalt, aber…

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Heute früh ging’s erst um 7.30 Uhr los. Immer links an den Stupas vorbei – scheint sehr wichtig zu sein – und diesmal ging es wirklich aufwärts. Dafür mit mit vielen schönen Hängebrücken. Die höchste war die Hillary Bridge. Es ist ja sowieso fast alles nach dem Edmund Hillary benannt, der 1953 als erster zusammen mit Tenzing Norgay Sherpa die Besteigung des  Mount Everest vollbracht hat. Der erfahrenste Leitesel bekommt immer einen besonderen Kopfschmuck. Immer noch keine Jaks, aber in 2 Tagen sollten wir hoch genug sein, um welche zu sehen. Wirkt einladend 😃 Warme Duschen sind hier eh ein…

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Heute ist es endlich soweit und es geht um 5:45 Uhr los zum Mount Everest Base camp Trek. Der Trek startet in Lukla. Die Ortschaft mit der steilsten und kürzesten Landebahn der Welt. Gewöhnlich fliegt man mit kleinen Flugzeugen eine dreiviertel Stunde hin. Aber glücklicherweise bekomme ich dank Alpine Ramble und Air Dynastie die fantastische Gelegenheit mit einem Helikopter hinzufliegen. Das ist bei dem Bergpanorama und bestem Wetter natürlich ein Traum. Aber erstmal wird jedes Gepäckstück und jeder Passagier gewogen. Dann geht’s los auf der Ladefläche zum Helipad Bereich des Flughafens Das Google Maps der Luftfahrt Man beachte den kleinen…

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Den gestrigen Tag habe ich genutzt, um in der Stadt die letzten Vorbereitungen für das große Abenteuer zu treffen. Es war wesentlich ruhiger, da es der letzte Tag vom 5-tägigen Festival war und dieser traditionell dafür da ist, dass sich die Geschwister gegenseitig ehren. Schwestern setzen ihren Brüdern ein buntes Tika (Stirnzeichen), umringen sie mit einem heiligen Öl- und Wasser-Ritus für Schutz und ein langes Leben. Oft wird eine Girlande aus der Makhamali-Blume, dem Bruder umgelegt – Symbol für Beständigkeit. Brüder beschenken ihre Schwestern im Gegenzug mit Geschenken oder Geld – Ausdruck Dankbarkeit und Fürsorge. Daher waren viele Menschen daheim…

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